Profil von Peter Zwanziger: Email an Peter
Geboren am 9. April im Jahr 58 des letzten Jahrhunderts. 

Bereits im zarten Alter von deutlich unter zehn Jahren gefiel mir die im Radio gespielte Musik, insbesondere die zwischen den Zeilen im Arrangement versteckten Verzierungen und Details, die Hauptmelodie war fast Nebensache. Ein Auslöser war wahrscheinlich die ausgesprochene Tiefenbetonung des damaligen Musikschrankes (Polydor echt Nussbaum mit Röhre EL 34 und 8 Zoll Breitbandspeaker von Siemens), der u.a. die Bassfiguren für mich deutlich erkennbar hervortreten ließ. Was spielten die Studiomusiker dieser Zeit bereits an filigranen, überraschend rhythmischen Grooves als Parallelmelodien zu der eigentlichen Solostimme der Lieder! Toll war, daß die Basseinlagen völlig eigenständige Melodien waren, die bildlich um die Hauptmelodien herumschleichen und nicht ein simples Nachspielen der Solostimme um eine Oktave tiefer transponiert. Damit wurde der Gesamtausdruck der Lieder deutlich betont.

SO ETWAS WOLLTE ICH AUCH KÖNNEN !!!

Es mich gepackt mit einem eigenen Instrument das Gehörte nachzuahmen. Ein  eigenes Instrument musste her. Kaufen war für mich damals allerdings nicht drin. Also wurde aus einer alten Keksschachtel (vom ersten Wolf der backen kann) einem Holzstreifen (Sperrholz, 3-fach geleimt) und einem Einmachgummi (Südzucker-Susi) mein erster Akustikbass (fretless, single string, sub short scale) gebaut. Wenn ich nun das Radio entsprechend leise stellte, konnte sich der Headroom der Keksdose durchsetzen. Schnell war mir klar, daß mehrere Saiten und schnelle Otavsprünge (Ursprünge des Slappens bereits in den Achtundsechzigern?) hilfreich sind und so wurde als nächster Schritt die Wandergitarre meiner Mutter aus den Fünfzigern (gut abgehangene Stahlsaiten und leichte Risse im handgeschrubbten Ahornbody) um zwei Saiten erleichtert und zum Akustikbass herunter gestimmt. Irgendwann habe sogar die fachmännische Justierung der Saiten von einem Kumpel in der Schulklasse erfahren.

Nun war schon deutlich filigraneres Spiel möglich, wie immer stets nach Gehör und nie nach Noten. Nachgespielt habe ich alles was damals so über den Äther lief, unterstützt von einem einfachen Tonbandgerät (Uher mit Röhre, Typ „Analoger Single Tracker“). Endlich mit etwa 16 Jahren habe ich den ersten gebrauchten Höfner Bass (Perlmuttmechaniken und starrer Sattel, vierfach geschraubter Hals) für 100 DM ergattert. Der alte Musikschrank wurde zum Bassverstärker (Klinke 6,3 mm auf Diodenstecker) umgebaut, das war schon toll, und für eine Mitwohnung (Nürnberg-Johannis zweites Stockwerk, Treppe aus Kunstmarmor) manchmal zu laut.

Es folgten einige Schülerbands und schließlich Stokehold, wo ich den Conny kennen lernte. Bei der Bundeswehr eine kleine Bataillonsband mit Tanzmusik.

Die alte Wandergitarre gibt es übrigens immer noch.

Motto

Enttäuschungen sind stets das Resultat 
von zu hoch gesteckten Erwartungen

Ohne Leidenschaft gibt es keine Kreativität 
(Theodor Mommsen)

Hobby
Zuviele um hier alle zu berichten, im Prinzip alles was Spaß macht.
Vorbilder

Keine spezieller Personenkult, sondern alle Studiomusiker die nachahmenswerte gute Bassfiguren und Grooves spielen.

Equipment

Steinberger Synapse 5-string, 2012 als Reisebass

Musicman, StingRay 5, 20th Anniversary, 2007

Ibanez Soundgear (5-string), SRX305, 2004

Cimar Jazzbass (4-string), 1981

Höfner, Solid Body, M181, 1971

Verstärker:
Master: Hartke HA3500
Slave: Behringer Ultra Bass

Speaker Cabinets: Hartke 4*10 Zoll und Eigenbau mit 1*15 Zoll Electrovoice EVM 15 B

Für kleine Gigs: Roland Basscube 100

Korg, Microkorg Synthesizer